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Sternkollisionen


Eine ganz neue Liebesgeschichte, die eine gute Mischung aus Krimi und Gesellschaftsroman ist, darf in mein Bücherregal einziehen. Die Autorin Karen Aydin hat hier eine spannende Story mit gut ausgefeilten und sehr authentischen Figuren geschaffen, die so gar nicht dem Mainstream des Genres entsprechen. Eine Museumskuratorin und ein Obdachloser begegnen sich und so fern die beiden Welten, denen die beiden entstammen, sich auch scheinen, so nah kommen sich doch diese beiden Menschen mit ihren verschiedenen Erfahrungen und Ansichten. Der Name des Romans ist mit „Sternkollisionen“ sehr passend gewählt, denn auch Sterne ziehen sich an, verschmelzen miteinander oder stoßen sich ab.


Ich empfand das Strickmuster, dem die Handlung folgte, regelrecht als melodisch. Da stimmte einfach alles. Die Höhen und Tiefen, nichts war überdramatisiert, alles nachvollziehbar, alles im Fluss. Nichts wirkte konstruiert. Dabei war die Handlung absolut spannend. Krisen kamen zum rechten Zeitpunkt und wurden gut und nachvollziehbar aufgelöst und das Ende des Romans wurde von langer Hand und so unauffällig vorbereitet, dass ich immer noch begeistert bin. Das ist einmal ein Schluss, genau nach meinem Geschmack!

Der Stil von Karen Aydin gefällt mir unheimlich gut. Er ist locker und fließt wie geschmolzene Butter durch die Seiten. Aydin schreibt in der Ich-Perspektive und im Präsens, was uns die Figur der Diana mit allen ihren Vorbehalten und Ängsten, aber auch ihrem Charme und ihren Sehnsüchten sehr nahe bringt. Da kann ich nur sagen: Toll gemacht!


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